Erfolge

Wiedervernässungs- und Revitalisierungsmaßnahmen Flurstück 111, Gemarkung Fürstenau 2020

Dokumentation zum Stand und zur Entwicklung der Wiedervernässungs- und Revitalisierungsmaßnahmen auf ausgewählten Flächen in den Kerngebieten des NSGP „Bergwiesen im Osterzgebirge“ Renaturierung Flurstück 111 der Gemarkung Fürstenau


Fotodokumentation Mai 2012 Fotodokumentation Mai 2020
Renaturierung Flurstück 111 Renaturierung Flurstück 111
Lage und Ansicht des Flurstücks 111 in Fürstenau. an der sächsisch-böhmischen Grenze.
Renaturierung Flurstück 111 Renaturierung Flurstück 111
Auf die entstandenen Rohboden-flächen wurde Mähgut von arten-reichen Nasswiesenflächen zur Entwicklung artenreicher Nass- und Frischwiesen übertragen.
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Kaum mehr sichtbar sind die von Seggen und Binsen sowie Arten des Feuchtgrünlands flankierten Gräben. Das Wasserangebot in den Gräben und auf der Fläche ist stark abhängig von Niederschlagsmenge und Schneeanfall im Winter.
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Deutlich erkennbar sind die Zunahme der Artenvielfalt sowie die Ausbildung unterschiedlicher Biotoptypen auf einzelnen Teilflächen.
Vor der Maßnahmeumsetzung wurde die Fläche überwiegend von Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) dominiert.
Renaturierung Flurstück 111 Renaturierung Flurstück 111
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Neben stark vernässten Bereichen, mit offenen Wassermulden und den mit Mädesüß, Seggen und Binsen begleiteten kleinen Wasserläufen und Knöterich-Hochstaudenfluren haben sich in den vergangenen 8 Jahren verschiedene Gesellschaften wie Filipendula-calthion, Carex nigra und Geranio-trisetetum Gesellschaften mit großer naturschutzfachlicher Wertigkeit entwickelt.

Auf den trockeneren, Standorten findet man deshalb auch typische Bergwiesenarten wie die Bärwurz (Meum athamanticum) den Klappertopf (Rhinanthus minor), den Moorklee (Trifolium spadiceum) und seit 2016 auch Standorte von Breitblättrigen Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) mit über 100 blühenden Exemplaren.
Renaturierung Flurstück 111 Renaturierung Flurstück 111
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Innerhalb von 8 Jahren bildete sich aus einer zunehmend in Richtung Brache tendierenden Nasswiese eine artenreiche Berg- und Feuchtwiese aus, die im Rahmen der Maßnahmeumsetzung des NSGP “Bergwiesen im Osterzgebirge“ zu einem weiteren botanisches Highlight im Gebiet des NSG „Grenzwiesen Fürstenau und Fürstenwalde“ entwickelt.

Mit zunehmender Artenvielfalt kann auch eine Zunahme an hier vorkommenden Insekten und Wiesenbrütern beobachtet werden.
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Die die Fläche begrenzenden, neu angelegten Heckenstreifen und Sitzwarten verbessern den Lebensraum für hier wieder zunehmend vorkommende Wiesenbrüter wie Braunkehlchen und Wiesenpieper.
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Online: http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/erfolge/renaturierungsflaeche-flurstueck111-2020/ [Datum: 22.10.2021]
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