Maßnahmen

Waldumbau

In jüngeren Nadelholzforsten mit den bevorzugten Arten Blaufichte, Murraykiefer und Lärche konnte in Abstimmung mit der Forstbehörde der Umbau in naturnahe Bergmischwälder und der Anbau autochthoner Baumarten begonnen werden. In aufgeforsteten Nasswiesen wurden schrittweise die Blaufichten entnommen, so dass sich feuchte Hochstaudenfluren herausbilden konnten.

Ziele des Waldumbaus

Der naturnahe Waldumbau hat mehrere Ziele:

Durchführung

Auf über 30 ha Waldfläche fand dazu die Entnahme standortfremder Gehölze und der Unterbau einheimischer, standortgerechter Baumarten nach maturschutzfachlichen Vorgaben statt. Folgende Maßnahmen wurden dazu durchgeführt:

Skepsis in der Bevölkerung

Die einheimische Bevölkerung begegnete in Erinnerung an das Waldsterben in den 1970er und 1980er Jahren Maßnahmen den Gehölzentnahmen sehr kritisch. Das erforderte einen sensiblen Umgang und bedurfte zum Projektbeginn einer umfassenden Aufklärung der Bürger durch das Projektmanagement.

Nach den ersten waldbaulichen Pflegemaßnahmen erkannten auch die einheimischen Bewirtschafter die Richtigkeit und fachliche Notwendigkeit der waldbaulichen Maßnahmen und beteiligten sich in zunehmendem Maße an deren Umsetzung.

Aus Akzeptanzgründen wurden auch die Jagdpächter über die Organisation und Ausführung waldbaulicher Arbeiten informiert und in die Planung von Neuanpflanzungen und Gatterungen einbezogen.

Zusatznutzen

Der Hiebabraum wurde streifenweise auf Wälle gelagert oder direkt vor Ort gehäckselt zur Waldbodenmehrung. Zeitweilig konnten aus jüngeren Blaufichtenbeständen Weihnachtsbäume entnommen und abgesetzt werden. Das trug sowohl zur Kostenminimierung und zur Akzeptanz der Bevölkerung für die waldbaulichen Maßnahmen bei.

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Online: http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/massnahmen/waldumbau/ [Datum: 17.12.2017]
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