Aktuelles

31.07.2012

Bergwiesen - Erleben und Erlebnisse

Frühlingswanderung am Klengelsteig 2.Juni 2012

Frühlingswanderung am Klengelsteig 2.Juni 2012

Neben vielen interessierten Wanderern und Touristen erlebten in diesem Jahr auch wieder zahlreiche „Erstbegeher“ die Blütenpracht auf den Geisingbergwiesen. Auch die feuchten Tage im Mai und im Juni hielten den Besucherstrom nicht auf, getreu dem Motto der Wandervögel: „Mit Wanderstiefel, Regenschutz – ich auch dem nassen Wetter trutz!“ Und wer sich von der Artenvielfalt am Klengelsteig schon bei suboptimalen Wetterbedingungen hingerissen fühlt, der kommt mit Sicherheit noch einmal wieder um diese Blütenpracht in ihrer ganzen Schönheit auch noch bei „Kaiserwetter“ in Altenberg zu erleben. Viele sind erfahrene „Geisingberggeher“, zunehmend treffe ich aber Gäste die das erste Mal die Region erleben wollen. Oft erhielten sie dazu einen „Insidertip“, zunehmend weckt aber auch die Internetseite des Naturschutzgroßprojektes ihre Neugier und ihre Lust, diese einzigartige Kulturlandschaft, egal ob in Fürstenau oder am Geisingberg, zu sehen.

Arnika

Arnika

Diese halboffenen, reich strukturierten Gebiete ermöglichen den Besuchern einerseits herrliche Sichtachsen in die Ferne, in das Elbtal, das Lausitzer Bergland oder in das Böhmische Mittelgebirge. Genauso kann man die Vielfalt aber auch in unmittelbarer Nähe, auf den Bergwiesen und Steinrücken mit ihrem Artenreichtum bewundern. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren stieg neben den zahlreichen “Einzelbesteigern“ auch das Interesse an geführten Wanderungen. Vom Projektmanager des Naturschutzgroßprojektes „Bergwiesen im Osterzgebirge“ erfuhren dabei über 300 Wissbegierige in 15 Exkursionen viel über die Geschichte und Entwicklung der Bergwiesen, ihre Bedeutung und Pflege. Natürlich konnte man sich auch mit Trollblumen, Orchideen, Bärwurz, Wiesenknöterich, Pippau, Habichtskraut, Arnika und Kreuzblümchen bekannt machen.

An der Liftwiese

An der Liftwiese

Bewundert wird auch immer wieder der farbenprächtige Hainwachtelweizen, der in violett, gelb und rot, satt leuchtend den Wegrand am Klengelsteig zum Geisingberg säumt. Wissbegierig wurde den Ausführungen über den Wachtelkönig, einer geschützten und sehr scheuen Art, die bevorzugt am Boden auf höher rasigen und spätgemähten Flächen brütet. Der Wachtelkönig gehört nebenbei auch zu den Vögeln, die ihren Namen lauthals rufen und dazu noch auf lateinisch. Jeder will dann natürlich dieses charakteristische „crex crex“ hören, was leider nicht immer gelingt. Das so viele Wachtelkönige im Gebiet des Naturschutzgroßprojektes brüten zeigt, dass sie hier willkommen sind. Darum sorgen sich Naturschützer und Landwirte gleichermaßen was aber durch förderbedingte landwirtschaftliche Bewirtschaftungstermine einen sehr hohen Aufwand und viel Einsicht bei den Bewirtschaftern erfordert.

Feuerlilie am Geisingberg

Feuerlilie am Geisingberg

Zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal wurde gemeinsam mit einem Kunstverein aus Bärenstein eine thematische „Feuerlilienwanderung“ organisiert. Nach anfänglichem Donnergrollen und kurzzeitigem Starkregen erlebten die Teilnehmer die Feuerlilie in ihrer ganzen Pracht und Schönheit entlang des Weges. Bei vielen machten diese Eindrücke Lust auf mehr.... Zum krönenden Abschluss einer jeden Tour wird, nach einer zünftigen Rast in der Bergbaude, die Besteigung des Louisenturmes auf dem Geisingberg. Lohn der Mühe ist bei guter Fernsicht ein phantastischer Rundblick aus 842 m Höhe. Nun stellt man auch schmerzlich fest, dass eine Wanderung bei weitem nicht genügt, um diese einzigartige Kulturlandschaft umfassend zu erleben. Also reift bei vielen der Entschluss wiederzukommen. Am besten aber mit Freunden und Bekannten, denn geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude. Übrigens, die „Blühzustandsmeldung“ verschiedener Arten erfahren Sie am besten in unserem Projektbüro. Melden Sie sich einfach......Wir freuen uns auf Sie, Glück Auf!

Holger Menzer Projektmanager




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Online: http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/aktuelles/2012/ [Datum: 23.06.2018]
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