Aktuelles

19.01.2016

Mit Volldampf ins Neue Jahr

Hier spricht das Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“,

mit Spannung und zuversichtlich begannen wir das vergangene Jahr 2015. Die Kunde von der Projektverlängerung hörten wir bereits, besaßen aber dafür noch keine endgültige schriftliche Bestätigung. Dieser Bescheid flatterte dann zur großen Freude aller Beteiligten am 29.6.2015 im Projektbüro ein. Damit war es amtlich, unser Projekt wurde verlängert und läuft nun bis zum 31.12.2018. Aus ehemals 9 Jahren Laufzeit werden nun 19 Jahre. Ohne das riesige Engagement aller Beteiligten, der Landwirte, Naturschutzvereine und privaten Eigentümer und ohne das Verständnis und die Einvernehmlichkeit der Zuwendungsgeber, dem Bundesamt für Naturschutz und dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, wäre das undenkbar gewesen. Die große Akzeptanz gegenüber den naturschutzfachlichen Projektzielen und die Bereitschaft einer ganzen Region, sich an der Umsetzung der Maßnahmen zu beteiligen und ein solches Naturschutzprojekt mit zu tragen sind die entscheidenden Grundlagen für den guten Projektverlauf und den außerordentlichen Projekterfolg. Dafür möchten wir uns bei allen Akteuren, insbesondere aber bei den Trägern, dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Stadt Altenberg und dem Förderverein für die Natur des Osterzgebirges bedanken. 

Gut vorbereitet, optimistisch und mit der großen Unterstützung unserer bewährten Projektpartner und Zuwendungsgeber konnten wir nun ab September 2015 mit der Umsetzung des nächsten Projektabschnitts beginnen. Dabei standen besonders Maßnahmen der Renaturierung und Revitalisierung von brachgefallenen und verbuschten Flächen an der Biela in Hirschsprung, im NSG am Galgenteich und im Haberfeld im Mittelpunkt der Umsetzung. Neben der naturschutzgerechten Mahd von über 100 ha Bergwiesen und der Pflege von  über 5.000 m Steinrücken und Hecken unterstützte die fortgesetzte Mähgutübertragung auf ca. 10 ha den Erfolg der Wiederansiedlung gefährdeter Zielarten in den letzten Jahre erheblich. Weiterhin standen wir unseren Partnern auch beim Übergang in die neue Periode der Agrar-Umweltförderung beratend zur Seite. Auch bei der seit 2011 durch den Freistaat geförderten Pflege von Steinrücken gab es mit privaten Bewirtschaftern und dem Naturschutzverein umfangreiche Abstimmungen, Gespräche und Anleitungen. Dadurch konnten im Anschluss an die Ersteinrichtung von Steinrücken durch das Projekt die Folgepflege von Steinrücken außerhalb der Kerngebiete auf einer Länge von über 15 km organisiert werden.

Sehr reizvolle und mit Spannung erwartete Aufgaben stehen weiterhin zur Lösung in den neuen Fördergebieten „Am Galgenteich“ und im „Quellbereich der Biela“ in Altenberg sowie am „Hutberg“ Löwenhain an. Maßgeblich wird unsere Arbeit von Terminen, Vorgaben und oft auch vom Wetter beeinflusst. Das erfordert operatives Handeln und setzt das gute Zusammenwirken aller Beteiligten voraus. Dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern, dafür möchten wir allen Beteiligten mit großer Achtung und Anerkennung danken.

Bis 2018 werden weiterhin der Grunderwerb und die verschiedenen biotoplenkenden Maßnahmen unsere Arbeitsinhalte bestimmen. Nach wie vor zählt der Ankauf von Flächen im Gebiet zur wichtigsten Aufgabe des Projektes. Der Grunderwerb ist entscheidend für die gezielte Maßnahmenumsetzung und die Sicherung der Projektziele. Alternativ besteht auch die Möglichkeit der langfristigen Verpachtung von Flächen an den Projektträger. Damit ist die Umsetzung von Maßnahmen der Wiesenmahd und Beweidung zur Förderung von Bergwiesengesellschaften im Rahmen des Projektes möglich. Die Maßnahme selbst wird dann dem bisherigen Pächter und Bewirtschafter der Flächen über einen Unterpachtvertrag, langfristig gesichert, übertragen. Gerne geben wir dazu Interessierten Auskunft.

Für die sich bietenden Aussichten der zukünftigen Fortführung des Projektes und einer passenden Nachfolgestruktur ab 2019 wird in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. In einem Untersuchungsraum von ca. 30.000 ha werden dafür die örtlich vorhandenen Möglichkeiten insbesondere auf ihre naturschutzfachliche, landwirtschaftliche und touristische Eignung geprüft. Im Ergebnis der Untersuchung sollen zu den Zielen und der erfolgreichen Projektfortführung passende, attraktive und gesicherte zukunftsträchtige Perspektiven für diese Region gefunden werden. Auch dazu benötigen wir weiterhin die engagierte Unterstützung der gegenwärtigen und zukünftigen Projektpartner.

Auf eine weiterhin harmonische Zusammenarbeit im Jahr 2016 und darüber hinaus freuen sich

Holger Menzer und Simone Heinz von den Bergwiesen des Osterzgebirges

                

Altenberg, 19.1.2016




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Online: http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/aktuelles/2016/ [Datum: 24.01.2018]
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