Projektgebiet

Quellgebiet der großen Biela

Quellgebiet der großen Biela
Größe: 25,5 ha
Gemarkung: Altenberg
Kreuzblümchen

Kreuzblümchen

Dieses 25,5 ha große Gebiet verbindet das Kerngebiet „Rauschermühle“ mit dem Naturschutzgebiet „Am Großen Galgenteich“. Zwischen dem Gebiet der „Bielaquellen“ und dem Naturschutzgebiet „Am Großen Galgenteich“ liegt nur der Waldstreifen an der B 170.

Von Nordwesten bis Nordosten wird das Gebiet von Fichtenforsten begrenzt. In den südlichen und westlichen Bereichen grenzt in etwa 100 - 200 m Entfernung eine Neubausiedlung der Stadt Altenberg an die Wiesenbereiche. Im Osten verläuft die Grenze entlang der Straße zwischen Altenberg und Hirschsprung.

Biotoptypen

Der botanisch wertvollste Teil der Fläche ist das 1,3 ha große FND „Bielaquellwiese“ mit Vorkommen gefährdeter Pflanzengesellschaften magerer Standorte (z. B. Borstgrasrasen) und deren charakteristischen Arten wie Borstgras (Nardus stricta), Gewöhnliches Kreuzblümchen (Polygala vulgaris), Zittergras (Briza media) und Dreizahn (Danthonia decumbens). Auch der größte Teil der Bergwiesen geht durch Aushagerung infolge der beständig durchgeführten Pflege immer mehr zu Borstgrasrasen über. Bemerkenswert ist auch der gut ausgeprägte feuchte Borstgrasrasen in Bachnähe mit Sparriger Binse (Juncus squarrosus) und Pfeifengras (Molinia caerulea). An das FND grenzen Feuchtbereiche mit Binsensümpfen, brach gefallenen Hochstaudenfluren und Weidengebüschen. Ein großer Teil des Gebietes wird von extensiv genutzten Frischwiesen und artenreichem Feuchtgrünland eingenommen. An mehreren quelligen Standorten wachsen Nasswiesen oder Binsen- Waldsimsen- Schachtelhalmsümpfe. Die zahlreichen Steinrücken erhöhen die Strukturvielfalt und Habitatqualität für gefährdete Pflanzen- und Tierarten.

Die wichtigsten Biotoptypen sind:

Fauna und Flora

Die großen Offenlandflächen und kleinflächig sehr gut ausgebildeten mageren Pflanzengesellschaften bieten Lebensraum für eine artenreiche Fauna und Flora.

Tierarten

Pflanzenarten

Mehr zu Lebensräumen und Arten

Leitbild und Maßnahmen

Für die großflächige Entwicklung von Berg- und Nasswiesen sollen die größeren Grünlandflächen zukünftig zweischürig gemäht werden, alternativ ist auch eine Beweidung nach der ersten Mahd möglich. Die jährlich dokumentierten Brutplätze des Wachtelkönigs werden besonders geschont. Bei den Nasswiesen und Borstgrasrasen ist der Einsatz von Spezialtechnik, auch von Handmahd erforderlich, und Teilbereichen der Nasswiesen müssen zunächst entbuscht werden. Auch die Steinrückenpflege trägt dazu bei, wertvolle Strukturen des Offenlandes zu regenerieren und weiter zu entwickeln.

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Online: http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/projektgebiet/kerngebiet/quellgebiet-grosse-biela/ [Datum: 19.11.2017]
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