Erfolge

Wiederansiedlung gefährdeter Arten in den Kerngebieten 2011 - 2014

Statistische Auswertung der im Zeitraum seit 2011 erbrachten Leistungen bei der Samengewinnung und Aufbereitung, Ausbringung und des Wiederansiedlungserfolges

Ziel dieser Erstaufnahme im Zusammenhang mit dem 2014 noch in Aussicht gestellten Projektende am 31.8.2015 war es, Ansätze und Bewertungskriterien für eine abschließende Gesamtauswertung und Erfolgskontrolle dieser Maßnahme zu prüfen. Im Rahmen der Umsetzung der Maßnahme war eine wissenschaftliche Begleitung und Aufarbeitung des Datenmaterials nicht gefordert. Die in den Berichten analog und digital abgelieferten Daten lassen im Rahmen eines Abschlußberichtes zukünftig eine umfassende Auswertung zu.

Den Auftrag zur Wiederansiedlung erhielt der Förderverein für die Natur des Osterzgebirges. Gründe dafür waren die Flächenverfügbarkeit als Eigentümer ausgewählter Spender- und Empfängerflächen sowie die langjährigen Erfahrungen des Geschäftsführers, Bernd König, der gGmbH des Vereins bei der Wiederansiedlung von z.B. Arnika und Karpatenenzian, gefördert über die Richtline NE 2007.

Der Gesamtauftrag gliederte sich in drei Teile, die Samenernte, die Einrichtung von Ex-situ und In-situ-Kulturen und die Wiederansiedlung und Auswilderung. Die Auftragsstellung beinhaltete unter anderem die vollständige Erfassung und Dokumentation der Abläufe und Vorgehensweisen, die Beschreibung und Fotodokumentation der Arbeiten und Entwicklung der Pflanzen. Darin enthalten sind eine Vielzahl Mengendaten, Standortkoordinaten und Termine die analog und digital vorliegen. Die umfassende statistische Auswertung der vorliegenden Daten ist nicht Gegenstand dieser Dokumentation.

Wegen ihrer Schutzwürdigkeit und ihrer Gefährdung in den Kerngebieten wurden als Zielarten ausgewählt:

Feuer-Lilie (Lilium bulbiferum)

Feuer-Lilie

Überwiegend noch auf Steinrücken und Randbereichen vorkommend. Wiederansiedlung mit Ex-Situ Kulturen erfolgreicher als In Situ-Aussaaten

Trollblume (Trollius europaeus)

Trollblume

Wiederansiedlung gelingt Ex-Situ und In-Situ. Kräftige Pflanzen aus Ex Situ-Kulturen entwickeln sich mit minimalem Nachpflegeaufwand sehr gut.

Arnika (Arnica montana)

Arnika

Wiederansiedlung in Ex-Situ-Kulturen erfolgreich. Nach längeren Keimphasen entwickeln sich aus In Situ-Kulturen sehr vitale Jungpflanzen (Standort Sachsenhöhe Bärenstein)

Niedrige Schwarzwurzel (Scorzonera humilis)

Niedrige Schwarzwurzel

Wegen der spezifischen Habitatanforderungen und intensiver Nachpflege nur an zwei Standorten mit Wiederansiedlungserfolg.

Fettkraut (Pinguicula vulgaris)

Fettkraut

Für Wiederansiedlung stehen nur wenig geeignete, am besten niedrigwachsende Vegetationsmoore zur Verfügung. Wiederansiedlung mit beiden Verfahren erfolgreich.

Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvativa)

Wald-Läusekraut

Benötigt spezielle, standortgebundene Wirtspflanze zum Keimen. In Situ-Aussaat erfolgreich in Verbindung mit Toorfmoos-Borstgras-Substrat. (Haberfeld Fürstenwalde, von 10 Standorten 7 blühende Trupps im Folgejahr)

Busch-Nelke (Dianthus seguieri)

Busch-Nelke

Erfolgreiche Wiederansiedlung an verschiedenen Standorten in den Kerngebieten. Blüht schon im Folgejahr.

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Rundblättriger Sonnentau

Auf geeigneten Standorten wie Moorschlenken, Torfmoosteppiche oder freigelegte Torfböden Erfolgreich mit In Situ-Aussaaten. Ex Situ-Anzuchten weniger erfolgreich

Breiblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)

Breiblättriges Knabenkraut

Erfolgreiche Wiederansiedlung (Rosetten) für beide Arten über die Aussaat von Samen (In Situ). Geeignete Flächen (Feucht- und Nasswiesen) stehen nach Ersteinrichtung und ...

Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)

Geflecktes Knabenkraut

... Biotoplenkung in den Kerngebieten zur Verfügung. Blühende Exemplare sind jedoch erst nach ca. vier Jahren zu erwarten.


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Online: http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/erfolge/wiederansiedlungen-2011-2014/ [Datum: 19.11.2017]
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